Die Asanas

Im Iyengar®Yoga werden die Asanas mit besonderer Präzision und Achtsamkeit ausgeführt. Im Mittelpunkt steht nicht nur die äußere Form der Haltung, sondern das bewusste Erleben im Körper.

 

 

Durch klare Ausrichtung, gezielten Krafteinsatz und den unterstützenden Einsatz von Hilfsmitteln entsteht eine stabile und zugleich lebendige Praxis, die sowohl die körperliche Entwicklung als auch die innere Wahrnehmung fördert.

Beispiele der Übungspraxis von B. K. S. Iyengar aus den 1960er-Jahren.



IM IYENGAR YOGA WERDEN DIE ASANAS IN 10 GRUPPEN EINGETEILT

 

1. STANDHALTUNGEN

Stehhaltungen sind ein Mittel, um STAMINA, also körperliche und geistige Ausdauer, zu entwickeln. Durch das Halten der Positionen werden Beine, Hüften und Rückenmuskulatur kraftvoll aufgebaut. Die Muskulatur arbeitet intensiv und gleichmäßig. Die Kraft wird nicht nur kurzfristig, sondern auch nachhaltig entwickelt.

 

Für das tägliche Leben tragen sie dazu bei, Bewusstheit für das richtige Sitzen, Stehen und Gehen zu entwickeln. Stehhaltungen sind das Fundament der Iyengar®Yoga-Praxis.

 

 2. SITZHALTUNGEN

Sie fördern die Beweglichkeit der Hüften, der Knie und der Knöchel, während Sitzhaltungen die Wirbelsäule stabilisieren. Zu unterscheiden sind drei Formen: die aufrechte Haltung, die Vorwärtsstreckung und die Drehungen.

 

3. VORWÄRTSSTRECKUNGEN dehnen den Rücken und die Beine

Sie sorgen für einen tiefen und erholsamen Schlaf, beruhigen, nehmen Anstrengung, regulieren den Blutdruck und fördern die Genesung nach Krankheiten. Vorwärtsstreckungen tragen zur Beruhigung der Hormondrüsen bei und verschaffen dem Herzen Entlastung.

 

 4. DREHUNGEN

Effektiv bei Rücken- und Kopfschmerzen sowie Steifheit im Nacken und in den Schultern. Drehungen rotieren den Körper um seine Wirbelsäule. Sie stärken und dehnen zugleich die Bauch- und Rückenmuskeln. Die drehenden Haltungen wringen dabei die Bauchorgane aus und haben eine anregende Wirkung auf die Verdauung.

 

 5. RÜCKWÄRTSSTRECKUNGEN

Wirken verjüngend, bekämpfen Depressionen (Herzöffner), öffnen den Brustkorb und machen die Wirbelsäule flexibel. Außerdem laden sie uns mit neuer Energie auf.

 

Beispiel : Standhaltung


Beispiel : Umkehrhaltung 

 6. UMKEHRHALTUNGEN

Umkehrhaltungen fördern die Durchblutung des Gehirns, aktivieren den Geist und wirken ausgleichend auf die Psyche. Die zwei wichtigsten Haltungen im Iyengar®Yoga sind der Kopfstand und der Schulterstand.

 

Umkehrhaltungen beleben das gesamte System, verbessern die Konzentration, sorgen für einen gesunden Schlaf und stärken das Nervensystem.

 

7. ASANAS FÜR DEN BAUCH

Bei den Haltungen für den Bauch werden besonders die Bauchmuskeln gekräftigt und die Bauchorgane massiert. Sie erweitern die Beweglichkeit der Wirbelsäule und öffnen die Leisten.

 

8. ARM-BALANCEN

Der Muskeltonus entwickelt sich, und Koordination sowie Konzentration wachsen. Armbalancen verstärken die Kontrolle über den Körper.

 

9. SONNENGRÜSSE

... machen heiter und fröhlich. Sie entwickeln Schnelligkeit, Wachsamkeit und Lebenskraft.

 

10. ENERGIESPENDENDE ASANAS

Regenerierende Haltungen führen zu einer Erholung des Körpers und des Geistes. Diese entspannenden und öffnenden Haltungen eignen sich besonders gut, um Atemübungen (Pranayama) vorzubereiten.

Beispiel : Energiespendende Haltung